Teil eines Werkes 
Zweyter Theil (1825) König Heinrich der Fünfte
Entstehung
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Sz. 3. Koͤnig Heintich V. 25 Dritte Szene. Mtrcg London. Vor dem Hauſe der Fran Hurtig in Caſtheap.

Piſtol, Frau Hurtig, Nym, Bardolph und der Burſch kommen.)

F. Burt. Ich bitte dich, mein honigſuͤßer Mann, laß mich dich bis Staines begleiten.. Piſt. Nein, denn mein maͤnnlich Herz klopft weh.

Bardolph, getroſt! Nym, weck' die Prahler⸗Ader! Burſch, krauſe deinen Muth! denn Falſtaff der iſt todt, Und uns muß weh drum ſeyn.

Burſch. Ich wollte, ich wäre bey ihm, wo er auch ſeyn mag, im Himmel oder in der Höͤlle.

F. wurt. Nein, gewiß, er iſt nicht in der Holle; er iſt in Arthurs Schooß, wenn jemals einer in Arthurs Schooß gekommen iſt. Er nahm ein ſo ſchönes Ende und ſchied von hinnen, als wenn er ein Kind im Weſterhemd⸗ chen geweſen wäre. Juſt zwiſchen zwoͤlf und eins fuhr er ab, grade wie es zwiſchen Flut und Ebbe ſtand; denn wie ich ihn die Bettlaken zerknüllen ſah, und mit Blumen ſpielen, und ſeine Fingerſpitzen anlächeln, da wußte ich, daß ihm der Weg gewieſen wäre; denn ſeine Naſe war ſo ſpitz, wie'ne Feder. Nun, Sir John? ſagte ich; ey Mann, ſey gutes Muths! Damit dief er aus: Gott! Gott! Goet! ein Stuͤcker drey? oder viermal. Ich ſagte, um ihn zu troͤſten, er moͤchte nicht an Gott denken, ich hoffte, es thaͤte ihm noch nicht Noth, ſich mit ſolchen Gedanken zu plagen. Damit bat er mich, ihm mehr Dek⸗ ken auf die Fuße zu legen. Ich ſteckte meine Hand in das Bett und befuhlte ſie, und ſie waren ſo kalt wie Stein; darauf befuhlte ich ſeine Knie, und ſo immer weiter und weiter hinauf, und alles war ſo kalt wie ein Stein.

Vym. Sie ſagen, er haͤtte uͤber en Set Weh geſchrieen.

F. Zurt. Ja, das that er auch.

Bard. Und üͤber die Weibsbilder.

F. Zurt. Ne, das that er nicht. gins

Burſch. Ja das that er wohl, und ſagte, ſie waͤlen eingefleiſchte Leufel. nt en

F. Zurt. Ja, was ins Fleiſch fiel, das konnte er nicht leiden; die Fleiſchfarbe war ihm immer zuwider