Teil eines Werkes 
Zweyter Theil (1825) König Heinrich der Fünfte
Entstehung
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6 Koͤnig Heinrich V. S A.

Und ſo verbarg der Prinz auch die Betrachtung

Im Schleyer ſeiner Wildheit, ohne Zweifel

Wuchs ſie, wie Sommergras, bei Nacht am ſchnellſten, Das ungeſehn, doch kraͤft'gen Wachsthum hat.

Canterb. Es muß ſo ſeyn, denn Wunder giebt's nicht

mehr, Deshalb muß man die Mittel eingeſtehn, Wie was zu Stande kommt.

l. Doch beſter Lord, Was nun zu thun zur Mildrung dieſes Vorſchlags, Den die Gemeinen thun?! Iſt ſeine Majeſtat Fuͤr oder wider? Canterb. Er ſcheint unbeſtimmt, Doch neigt er mehr auf unſre Seite ſich,

Als daß er wider uns den Antrag fördert.

Denn ein Erbieten that ich Seiner Majeſtaͤt

Auf unſre geiſtliche Zuſammentufung,

Und in Betracht von jetzt vorhandnen Gruͤnden, Die Seiner Hoheit näher ich eroͤffnet: Anlangend Frankreich, eine groͤßre Summe

Zu geben, als die Geiſtlichkeit noch je

Auf einmal ſeinen Vorfahr'n ausgezahlt.

Ely. Wie nahm man dieß Erbieten auf, Mylord?

Canterb. Es ward von Seiner Majeſtaͤt genehmigt, Nur war nicht Zeit genug um anzuhoͤren

(Was Seine Hoheit, merkt' ich, gern gethan) Das Naͤh're, und die klare Ableitung Von ſeinem Recht an ein'ge Herzogthuͤmer Und uͤberhaupt an Frankreichs Kron' und Land, Von Eduard, ſeinem Aeltervater, her. Ely. Was war die Hindrung, die dieß unterbrach? Canterb. Den Augenblick bat Frankreichs Abgeſandter Gehoͤr ſich aus; die Stund' iſt, denk' ich, da, Ihn vorzulaſſen. Iſt es nicht vier Uhr? 4 Elp J 2 Canterb. Gehn wir hinein, die Botſch Die ich jedoch gar leichtlich rathen wollte, Eh der Franzoſe noch ein Wort geſagt. Ely. Ich folg' euch, mich verlangt ſie anzuhoͤren. (ab.)

t zu erfahren,

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