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Sz. 3. Sweyter Theil. 307
Es ſproßt des Friedens Helzweig uͤberall. 8
Die Art, wie dieß Geſchaͤft vollführt iſt worden,
Kann Euer Hoheit hier bey Muße leſen,
Des Weiteen angezeigt, nach dem Verlauf⸗
R. Zeinr. O Weſtmoreland, du biſt ein Sommervogel,
Der an des Winters Ferſen immerdar
Des Tages Aufg ng ſingt. Seht, noch mehr Neues!
(Harcourt tritt auſ.)
Farc. Der Himmel ſchutz' Eur Majeſtät vor Feinden,
Und wer da aufſteht wider euch, der falle,
Wie die, wovon ich euch zu melden komme!
Der Graf Northumberland und der Lord Bardolph,
Mit großer Macht von Engliſchen und Schotten, Sind durch den Sheriff von Yorkſhire beſiegt. Die Weiſ' und wahre Ordnung des Gefechts Berichtet dieß Packet, wenns euch beliebt.
R. Heinr. Und muß ſo gute Zeitung krank mich machen? Kommt nie das Gluͤck mit beyden Haͤnden voll? Schreibt ſeine ſchönſten Wort' in garſt'gen Zugen?
Es giebt entweder Eßluß ohne Speiſe,
Wie oft dem Armen; oder einen Schmaus,
Und nimmt die Ehluſt weg: ſo iſt der Reiche,
Der Fuͤlle hat, und ihrer nicht genießt.
Ich ſollte mich der guten Zeitung freun,
Und nun vergeht mir das Geſicht und ſchwindelts.
O weh! kommt um mich, denn mir wird ſo ſchlimm. Er faͤllt in Ohnmacht.)
Pr. Zumph. Der Himmel troͤſte Eure Majeſtät.
Clar. O, mein koͤniglicher Vater!
Weſt. Mein hoher Herr, ermuntert euch! blickt auf! Warw. Seyd ruhig, Prinzen, ſolch ein Anfall iſt Bey Seiner Hoheit, wißt ihr, ſehr gewoͤhnlich. Entfernt euch, gebt ihm Raum, gleich wird ihm beſſer.
Clar. Nein, nein; er haͤlt nicht lang die AQualen aus; Die ew'ge Sorg' und Arbeit des Gemuͤths Hat ſo die Mau'r, die es umſchließt, vernutzt;
Das Leben blickt ſchon durch und will heraus.
Pr. Zumph. Das Volk erſchreckt mich; denn es redet wiel Von vaterloſen Erben, Mißgeburten, 3 Verwandelt iſt die Zeit, als ob das Jahr Monate ſchlafend fand und uͤberſprang.
Clar. Dreymal ohn' Ebbe hat der Strom geflutet⸗


