Sz. 3. Zweyter Theil. 305
Und hemmt uns, bis die jetzigen Rebellen Dem Joch des Regiments ſich unterziehn. Warw. Gewiß wird beydes Eure Majeſtät Gar bald erfreun. R. Zeinr. Humphrey mein Sohn von Gloſter Wo iſt der Prinz, eur Brnder?. Pr. zumph. Ich denk', er ging zur Jagd, mei Fuͤrſt, nach Windſor. 6 B. Heinr. Und wer begleitet' ihn?
Pr. Zumph. Das weiß ich nicht, mein Fuͤrſt.
R. Zeinr. Iſt nicht ſein Bruder, Thomas Clarenre,
bey ihm?
Pr. Zumph. Nein, gnaͤb'ger Herr, der iſt hier gegenwärtig.
Clar. Was will mein Herr und Vater? R. Veinr. Nichts will ich, als dein Wohl, Thoma 3 von Clarence. Wie kommts, daß du nicht bey dem Prinzen biſt? Er liebt dich, aber du verſaumſt ihn, Thomas; Du haſt den beſten Platz in ſeinem Herzen Vor allen deinen Brüdern; heg' ihn, Kind, So mogen edle Dienſte der Vermittlung, Nachdem ich todt bin, zwiſchen ſeiner Hoheit Und deinen andern Brüdern dir gelingen. Darum verſaͤum' ihn nicht, ſtoß⸗ ihn nicht ab, Verliere nicht den Vortheil ſeiner Gunſt, Indem du kalt und achtlos um ihn ſcheinſt. Denn er iſt hold, bemuͤht man ich um ihn: Er hat des Mitleids Fi. und eine Hand, So offen, wie der Tag er weichen Milde; Jedoch, wenn er gereizt, iſt er von Stein, So launiſch, wie der Winter, und ſo plotzlich, Wie eiſ'ge Winde beym Beginn des Tags. Schilt ihn um Fehler, thu' es ehrerbietig, Siehſt du ſein Blut zur Froͤhlichkeit geneigt;„ Doch wenn er finſter, laß ihn frey gewaͤhren, Bis ſeine Leibenſchaften ſelber ſich, So wie ein Wallfiſch auf dem feſten Boden, Zernichten durch ihr Treiben. Lern das, Thomas, Und deinen Freunden wirſt du dann ein Schirm, Ein goldner Reif, der deine Bruͤder bindet, Daß eures Bluts gemelnſames Gefaͤß, Vermiſcht mit Gifte fremder Eingebung, 5
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