Teil eines Werkes 
Erster Theil (1825) König Johann
Entstehung
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Trittſt du ſie ab, und legſt die Waffen nieder?

Ergieb dich, Knabe.

Sz1. Johann.

Heſt. Wer packt hier ſolche Prahlereyen aus, Die Oyr m leerem Schall betäu n? R. Ph. Louis, entſcheidet, was wir ſollen thun. Louis. Ihr Narrn und Weiber, ſtreitet fuͤrder nicht. Koͤnig Johann, die kurze Summ' iſt dieß England und Irland, Anjou, Touraine, Maine, Sprech' ich von dir in Arthurs Namen an;

R. Joh. Mein Leben eher, Trotz ſey Frankreich, dir! Vertraue mir dich, Arthur von Bretagne, Aus treuer Liebe will ich mehr dir geben, Als Frankreichs feige Hand gewinnen kann.

El. Komm zur Großmutter, Kind! Conſt. Thu's, Kind! geh hin Großmama, mein ind!

Gieb Königreich an Großmama! ſie giebt dir

»Ne Firſche,'ne Roſine und'ne Feige:

Die gute Großmama!

Arth. Still! gute Mutter!

Ich wollt, ich laͤge tief in meinem Grab,

Ich bins nicht werth, daß ſolch ein Laͤrm entſteht. xl. Das Kind weint, wie die Mutter es beſchaͤmt! Conſt. Schaam uͤber euch, ſie thu' es oder nicht;

Großmutters Unrecht, und nicht mein Beſchaͤmen,

Lockt himmelruͤhr'nde Perl ins arme Auge,

Die als ein Pfand der Himmel nehmen wird.

Ja, der kriſtallne Schmuck beſticht den Himmel,

Zu ſchaffen ihm ſein Recht und Rach' an euch.

l. O du Verlaͤumderin von Erd' und Himmel! Conſt. O du Verbrecherin an Erd und Himmel!

Schilt mich Verlaͤumdrin nicht. Du raubſt, die Deinen,

Des unterdruͤckten Knaben Thron und Recht.

Er iſt der Sohn von deinem ältſten Sohn,

In keinem Stuͤck ungluͤcklich als in dir;

Dein Frevel wird am armen Kind geſtraft,

Der Ausſpruch des Gebotes ſucht ihn heim,

Denn nur im zweiten Grad iſt er entfernt

Von dieſem deinem ſuͤndenſchwangern Leib. R. Joh. Wahnwitz, hoͤr auf!

Conſt. Nur dieſes ſag' ich noch: