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14 Koͤnig A. IH. R. Joh. Von wem haſt du die große Frank⸗
reich, Zur Rede mich zu ſtellen auf Artikel?
R. Ph. Vom allerhoͤchſten Richter, der die Bruſt Der Majeſtaͤt zu hohem Sinn begeiſtert, Die Makelung des Rechts zu unterſuchen: Der Richter rief zum Vormund mich des Knaben, Aus ſeiner Vollmacht zeih' ich dich des Unrechts, Mit ſeiner Huͤlfe hoff' ich es zu ſtrafen. R. Joh. Ach, maße dir kein fremdes Anſehn an. R. Ph. Verzeih, es iſt um Anmaßuug zu daͤmpfen. el. Wen, Frankreich, zeiheſt du der Anmaßung?
Conſt. Laß ſprechen mich— anmaßend iſt dein Sohn.
El. Hah, Freche! Koͤnig ſoll dein Baſtard ſeyn, Daß du ſey'ſt Koͤn'gin und die Welt verwirrſt.
Conſt. Mein Bett war immer deinem Sohn ſo treu, Als deines deinem Gatten; dieſer Knabe
Gleicht mehr an Zuͤgen ſeinem Vater Gottfried,
Als in der Art du und Johann; ihr aͤhnelt Wie Ei dem Ei, wie Satan ſeiner Mutter. Mein Sohn ein Baſtard! Denk' ich doch beym Himmel, Sein Vater war ſo ehrlich nicht erzeugt. Wie koͤnnt' er, da du ſeine Mutter warſt? kl. Eine gute Mutter, Kind! ſchmaͤht deinen Vater! Conſt. Eine gute Großmama, die dich will ſchmaͤhn! Oeſt. Still! Baſt. Hoͤrt den Rufer! Heſt. Wer zum Teufel biſt du? Baſt. Ein Menſch, der Teufelsſpiel mit euch will treiben, Ertappt er euch und euer Fell allein. Ihr ſeyd der Haſe, wie das Sprichwort geht, Der todte Lowen keck am Barte zupft. Pack' ich euch recht, ſo ſchwefl' ich euren Pelzrock:
Ja, ſeht euch vor! Ich thu's fuͤrwahr, ich thu's!
Bl. O wie ſo wohl ſtand Dem des Leu'n Gewand, Der dieß Gewand dem Leuen hatt' entwandt!
Baſt. So augenfaͤllig liegts ihm auf dem Ruͤcken, Wie auf dem Eſel Herkuls Kraft erſchiene. Bald, Eſel, nehm' ich euch die Laſt vom Nacken,
Uum andres drauf, was beſſer druͤckt, zu packen.
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