denn im Staatsrathe des Fürſten, zu deſſen getreuen Unterthanen unſer Held gehörte, man weiß nicht warum, beliebt, dem Lande eine Konſtitution zu geben. Daruͤber war ein gro⸗ ßer Jubel. Rudolphs Patriotismus erwachte aufs neue; er wollte dem Vaterland, wie im Felde, ſo im Rathe dienen; einige Patrioten empfahlen ihn einigen andern Patrioten, dieſe den Wählern eines Bezirks, und ſo wurde er zum Deputirten ernannt. Gottlieb wurde durch den allmähligen Einfluß ſeines Vaters, des Bürgermeiſters, gleichfalls Deputirter. Ru⸗ dolph bildete hochfliegende Pläne ſeiner par⸗ lamentariſchen Wirkſamkeit, die öffentliche Wohl⸗ fahrt war das Ziel ſeines Strebens; ſo hoch verſtieg ſich Gottlieb nicht, ſondern trachtete blos nach der Stelle eines Mitglieds des ſtän⸗ diſchen Ausſchuſſes, welche eine gut bezahlte Sinekure war. Man ſuchte die Deputirten für die Regierung zu gewinnen, Rudolph erhielt Auſſichten auf eine einträgliche Stelle, wenn er mit den Miniſtern ſtimmen wollte; er verwarf dieſe Anträge mit Verachtung;
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