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Novellen / von Fr. Seybold
Entstehung
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nicht alſo der kluge Gottlieb, er ſpielte den Spröden, ſteigerte den Preis ſeiner Stimme, und erſt als er ſah, daß die Regierung die Majorität haben werde, verkaufte er ſie um den Poſten eines ſtändiſchen Ausſchußmitglieds, wodurch er ſein Einkommen um einige tauſend Gulden vermehrte. Das Publikum ſchimpfte über ihn; er kümmerte ſich aber nicht darum, und ſtrich gelaſſen ſein Geld ein; Rudolph wurde von der öffentlichen Meinung belobt, insgeheim dachte aber Jeder, Gottlieb ſei doch geſcheider geweſen, und die Meiſten wür⸗ den es eben ſo gemacht haben, wie dieſer. Als Rudolph ſah, daß dieſes Konſtitutivnsweſen kleiner Staaten blos ein kleinliches Spiel ſei, und daß nur einige Patrioten nutzloſe Worte verloren, gab er ſeinen Poſten auf und trat aus der Kammer. Nun nannte man ihn einen Strudelkopf, der überall anſtoße, und die Phi⸗ liſter ſeiner Vaterſtadt meinten, er hätte doch ſeine Stelle behalten ſollen, und wenn es auch nur wegen der Diäten geweſen wäre.

Kurz darauf brachen die Revolutionen in