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Novellen / von Fr. Seybold
Entstehung
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keine Seitenſprünge, ging Schritt vor Schritt ſeines Wegs, ſchaute weder rechts noch links und kam ans Ziel. Er hatte ſich unter der Protektion ſeines Vaters eine recht gute Pra⸗ ris gegründet, dachte nur an ſeinen Rutzen, während Rudolph für Deutſchlands Freiheit kämpfte, und als er ſich ein reichliches Ein⸗ kommen geſichert, gedachte er in den Stand der heiligen Ehe zu treten. Da nun in der Perſon der ſchönen Bertha ſeine Wünſche mit ſeinem zeitlichen Vortheil übereinſtimmten, legte er ihr, wie kluge Leute pflegen, nicht ſein Herz, ſondern ſeinen Geldſack zu Füßen, und fand Gnade vor ihren Augen. Nachdem zuvor berechnet worden war, daß ſich mit Gottliebs Einkommen und dem beiderſei⸗ tigen Vermögen ein gutes Haus machen laſſe, wurde der Bund der Liebe geſchloſſen, und Gottlieb lief in den Hafen der heiligen Ehe ein.

In den erſten Tagen ſeiner Verzweiflung wollte Rudolph nach Oſt⸗ und Weſtindien reiſen, ſich in Amerika's Urwälder und Ara⸗