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Volk nennt mich eine Prophetin, erwiederte das Weib mit leiſem ſeltſamem Tone, aber ich glaube manchmal ſelbſt, daß ich wahnſinnig bin. Dir will ich es geſtehen, Adalbert, aber ſage es Niemand.— Weib, ſprach fin⸗ ſter der Angeredete, nicht dieſen Namen! Adal⸗ bert liegt im Grabe mit allen ſeinen Wün⸗ ſchen und Hoffnungen, und nur Roland iſt übrig geblieben, nicht für ſich, ſondern für andere, zu leben. Was führt dich hierher in dieſer Nacht des Schreckens? Du weißt, daß ich deinen Anblick nicht ſuche.— Was mich hierher fübrt, Roland vom Gebirge? Der einzige, letzte Genuß, der meinem traurigen Daſeyn noch vorbehalten iſt— die Rache, ant⸗ wortete das Weib feierlich und richtete ſtolz ihre hohe Geſtalt empor. Zuſchauen will ich, fügte ſie mit furchtbarem Ingrimm hinzu, wie das Feuer vom Himmel die Höhle des Tigers verzehrt, wie er ſelbſt brüllend ſich wälzt in ſeinem ſchwarzen Blute, und das Hohngelächter der Hölle will ich hören, wenn


