275 Führer etwa dreißig Schritte vor die Fronte, lehnte ſich nachläßig auf ſeine Büchſe und ſah ſcharf, aber ruhig, dem Fortgange des Ge⸗ fechts zu. Nach einer Weile trat ein anderer Anführer zu ihm und ſagte: Sollte man nicht dieſen guten Purſchen ein paar Dutzend unſen rer Schützen zu Hülfe ſchicken? Sie dauern mich, denn ſie halten ſich ſo wacker und ver⸗ lieren ziemlich Leute.— Nein, Catinat! er⸗ wiederte Roland kurz. Erſt ſollen ſie den eignen Muth erproben.— Langſam ging Catinat zu dem Haufen znrück, ohne ein Wort zu erwiedern. Wieder eine Wrile ſtund Roland ſinnend, und ſchien faſt das Gefecht aus dem Auge zu verlieren. Als er aus ſei⸗ nen Sinnen erwachte und ſeitwärts blickte, ſtund wenige Schritte von ihm ein Weib von hoher Geſtalt, in ſchwarzem Kleide und ſchwar⸗ zem Schleier.— Was ſuchſt du hier, Weib, fragte er ſie, und warum verläßeſt du deine ſichere Stätte, um durch das Dunkel der Nacht
„zu ſtreichen, wie eine Wahnwitzige?— Das


