Teil eines Werkes 
3. Band (1860)
Entstehung
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nen sie sich zuerst nach unserer Liebe, und wenn sie dieselbe gewonnen haben, vernachlässigen sie uns."

Von allen verheiratheten Damen unserer Be­kanntschaft könnte wohl die Lady am allerwenigsten aus eigener Erfahrung eine solche Bemerkung machen, denn ihr Gatte betete sie an, und sie hatte von sei­ner Seite nur zu befürchten, daß er sie durch allzu viele Nachsicht verwöhnte. Wie oder warum sie sich eine solche Meinung von unserem Geschlecht bildete, wissen wir nicht zu erklären; vielleicht war es eine von jenen unwillkürlichen Ahnungen, die den Frauen eigen sind. di dod

,, Nein, nein," schluchzte Rosa, die keinen falschen Verdacht gegen ihren Mann auffommen lassen wollte, Mart würde mir um die ganze Welt nicht wehe thun und hat es auch nie mit Absicht gethan."

" 1

,, Und frank seid Ihr auch nicht?"

Nicht törperlich, gnädige Frau."

,, Also im Gemüth," wiederholte die Lady, sie ernst betraachtend.

"

Leider."

" Und Jhr möchtet mir Euren Schmerz vertrauen?" Sie sind meine einzige Hoffnung," rief das auf­geregte Weib, denn wenn nicht Ihre Güte zwischen Sir Charles' Zorn und meinen Fehler tritt, so fürchte ich, seine gute Meinung für immer zu verlieren."

Fehler? Das wurde ernst, und so sehr sich Lady Fourreau ihrer Dienerin für ihre Aufopferung ver­pflichtet fühlte, so nahm sie doch Anstand, sich durch eine unmittelbare Zusage bloß zu stellen.

,, Es kann nichts so gar Schlimmes sein, Rosa­moralisch Schlimmes, meine ich. Ich glaube, dafür