Teil eines Werkes 
2. Theil (1829)
Entstehung
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161 Zwecken. Tief im Gebirge, in einer abgele⸗ genen Hütte, war ſie entbunden worden. Die Frucht ihrer unglücklichen Leidenſchaft warſt du, Jüngling, ſprach Roland zu Chretien! deine Pflegeltern, zu denen du gebracht wur⸗ deſt, erzogen dich als ihr eigenes Kind, und Niemand, als ſie, wußte um deine Abkunft. Mich hielt man für todt, denn ein Schiff, auf dem ich mich befand, war geſcheitert, und nur ich, mit wenigen andern, hatte mich an's Ufer gerettet. Meinen Namen kannte Nie⸗ mand. Das Landvolk nannte mich Roland vom Gebirge. Das Schickſal, fuhr Roland nach einer Pauſe ſchwermüthig fort, ſcheint unſere größe⸗ ren Plane, für den Augenblick wenigſtens, nicht zu begünſtigen. Die milden Bewilligun⸗ gen, die man uns liſtig bietet, haben einen Theil der Unſrigen gelockt, einen anderen Theil hat unſer letzter Unfall wankend gemacht. Ihr, die ihr noch in der Blüthe der Jugend und Hoffnung lebt, ſucht euch eine Zuflucht im