Teil eines Werkes 
2. Theil (1829)
Entstehung
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160.

tignac. Chretien erbleichte und Ro⸗ land, in peinigender Erinnerung, runzelte fin⸗ ſter die Stirne. Nach einer Pauſe fuhr er fort. Der Geyer nagte an dem Herzen der Un⸗ glücklichen; als die Zeit ihrer Entbindung kam, ergriff ſie ein wilder Wahnſinn, ſie floh in das Gebirge und hinterließ in einem Schrei⸗ ben, daß ſie ſich und ihre Schande in dem tiefſten Abgrunde der Sevennen begraben wer⸗ de. Von dieſem Tage an wurde ſie nimmer geſehen und man hielt ſie für todt. Nach ei⸗ ner Reihe von Jahren, in denen ich mich in dem Wirbel des Lebens herumgetrieben hatte, kam ich in die Sevennen zurück, entſchloſſen, mein freudenloſes Daſeyn ganz der Rettung meiner verfolgten Glaubensbrüder zu weihen. In der Wahnſinnigen, die in einer Höhle des Gebirgs lebte und von dem Volke als eine Prophetin verehrt wurde, fand ich Adelen wieder. Die Zeit hatte meine Leidenſchaft und meinen Zorn abgeſtumpft und ſie diente durch ihre wilde Begeiſterung meinen höhern