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fremden Lande; ich, der nichts mehr im Le⸗ ben ſucht und hofft, bleibe hier im Gebirge mit meinen Getreuen, um meinen Glaubens⸗ brüdern helfend nahe zu ſeyn, wenn die Ver⸗ folgung, wie ich fürchte, aufs Neue ausbricht. — Ich bleibe bei dir, ſprach Chretien fin⸗ ſter.— Wie, Jüngling? fragte Roland er⸗ ſtaunt; noch blüht dir der friſche Kranz des Lebens und viele Tage des Glücks liegen noch vor dir.— Die meine Seele liebte, erwie⸗ derte eintönig der Jüngling, ſah ich zum To⸗ de führen; ihren Mörder habe ich erſchlagen an der Brücke von Karnagt den, der mir das Leben gab, ſah ich ſtei igen im Schloß⸗ hofe von Pont de Montvert, und meine Mut⸗ ter liegt in den letzten Zügen. Kein heiterer Stern leuchtete über der Stunde meiner Ge⸗ burt; einſam und verlaſſen muß ich leben und ſterben, wie ich geboren ward.— Ich alter Mann, ſagte Benjamin Brouſſon, will bei euch ausharren in der Uebung mei⸗
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