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wie eine Braut entgegen und wir begehen dann noch einmal unſer Hochzeitfeſt!“
Der Graf willigte in unbegreiflicher Großmuth ein, ſagte aber laut:„meine Sophie ſpricht hier von goldenen Dingen, ſie prophezeihet dem Kriege ein baldiges Ende, ich aber fuͤrchte ſehr das Gegen⸗ theil.“
Man fragte nach ihren Gruͤnden und ſie ſagte: „der alte Koͤnig liebt das Blutvergieſſen nicht und will nur Frieden, eben ſo denckt die Kayſerin Mutter, der Kayſer iſt kein Feldherr und fuͤrchtet den alten Koͤnig, dazu fuͤhlt er, daß er Unrecht hat und die ganze Welt iſt gegen ihn und greift er den Koͤnig an, wird er tuͤchtig geſchlagen und macht Frieden!⸗
„Sophie,“ rief die Mutter,„wie kannſt Du nun vor Kayſerlichen Unterthanen ſo ſprechen!“ Die alte Graͤfin aber erwiederte:„halten Frau Schweſter zu Gnaden, nicht Unterthanen, wir ſind reichsfrey und unmittelbar, eine Familie, ſo gut wie die Wit⸗ telsbach, Hohenzollern und Lothringen, aber mein Sohn, freylich, iſt Kayſerlicher Obriſter, eine Charge, die ja auch Prinzen nicht verſchmaͤhen!«
„So wenig aber,“ rief Sophie,„ein Hohenzollern Kayſerlicher Obriſter wird ſeyn wollen, ſo wenig will mein Mann das auch, da er als Graf Duͤren unendlich hoͤher ſteht, als wenn er ſelbſt Kayſerlicher Feldmarſchall


