— 204— 4
äber das Herz bringen? Es iſt der Mann Deiner Schweſter, die ſo treu fuͤr Dich gekaͤmpft hat! Der Bruder einer Frau, die ſoe viel um Dich litt, die Dich ſo ſehr liebt le⸗
„Koͤnnte ich Euch doch verſoͤhnen!“ rief die herr⸗ liche Mathilde, mit einem wie verklaͤrten Geſichte, pund moͤgte ich es mit meinem Blute erkaufen koͤnnen!⸗— Und mit einem hoͤchſt verbindlichen Laͤcheln kuͤßte der Raufbold ſeiner jungen Frau die Hand und ſagte: „ſolche Opfer ſind zu koſtbar um verſchmaͤht zu werden und hier, lieber Bruder, uͤber dieſer ſchoͤnen Leiche wollen wir uns die Haͤnde zum bruͤderlichen Vereine geben und noch oft mit lachendem Munde alter thoͤrig⸗ ten Zeiten gedenken!“—
Neue Freude, neuer Jubel, hier, wie in der ganzen Familie, die ſich ſchnell verſammelte.— Bald aber trieb die junge Hausfrau die jungen Ehemaͤnner zu Pferde, die Alten zu Wagen.„Du kannſt,“ ſagte ſie zu ihrem Bruder,„nach Deinem Holze Dich umſehen und Dich wie⸗ der ein wenig von Papa Oberſtwachtmeiſter in die Schule nehmen laſſen!“— Denn ihr Vater hatte, nach dem Anſchlage des Freyherrn, den Wald, lauter Dunkel⸗ ſchlag und groͤßtentheils Eichen, gekauft und ließ das Holz nun auf der Donau verfloͤſſen; Das aber, was zum Schiffban taugte, verwandte er, Donauſchiffe (Kellhammer) daraus zimmern zu laſſen und es fand


