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beynahe fuͤrchte, die Trauungsformel als einen Freye brief der Zuͤgelloſigkeit anſiehſt, ſo irreſt Du ſehr und mordeſt den Frieden deiner kommenden Tage. Die gdoſſe Gefahr die Dir droht, iſt, daß Du verſucht werden wirſt von der Erde mehr zu fordern als ſie leiſten kann und ſoll!— Du biſt unterrichtet genug ihre Graͤnzen zu ermeſſen, ich habe Dich nur auf die Spur leiten wollen.“.
Dann ſuchte er ſeine Sophie auf und ſagte:„ich werde, mein liebes, verſtaͤndiges Kind, ſchon ein Ue⸗ briges thun und Mutterſtelle bei Dir vertreten muͤſſen, obgleich ich beynahe uͤberzeugt bin, daß Du deſſen ent⸗ behren kannſt, allein ich glaube die Pflicht zu haben Deiner Schweſter und beſonders der Frau Deines Bruders eine Mutter zu geben und dazu habe ich Dich erleſen!“ und nun ſagte er ihr— was keine Braut wiſſen— und entbehren kann, was jede Mutter der Tochter ſagen ſollte, die ſie dem Altare zufuͤhrt, wenn uͤberhaupt ſie ſelbſt es wuͤßte und was dennoch unter Millionen kaum Einer geſagt wird— und treu⸗ lich verwaltete Sophie ihr ſchoͤnes Amt und rechtfer⸗ tigte auch hier, wie uͤberall, die groſſen Erwartungen des Vaters.— Am andern Morgen, bey guter Fruͤhe, auf ihren
Befehl leiſe geweckt, entſchluͤpfte ſie wie ein Geiſt ihrem braͤutlichen Lager, rettete ſich in ein Nebenzimmer und
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