Teil eines Werkes 
Zweiter Theil (1828)
Entstehung
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ſage mir, wie gefaͤllt dir mein Sohn? Reut dich's auch daß er deiner Tochter Mann werden ſoll? Ich muß dir ſagen, ich kann mich nicht ſo recht zu ihm finden und da fuͤrchte ich denn, es moͤgte dir eben ſo mit ihm ſeyn und du lieſſeſt ihn Dir nur gefallen um des Vaters Willen, der Dein alter Freund iſt! Sage mir, wie ſtehts darum?,,

Mein beßter, lieber Freyburg, wie pprichſt Du doch! Du ſiehſt ja ſelbſt in ihn hinein, wie in einen verguͤldeten Kelch! Ich ſoll wohl anfangen ihn zu lo⸗ ben und das ſoll mir denn auch nicht ſchwer werden!

Du wuͤrdeſt ihn alſo lieb haben, auch wenn er nicht mein Sohn waͤre, wuͤrdeſt auch ohne Ruͤckſicht auf mich ihm die Tochter von Herzen goͤnnen?

Laß doch dergleichen Gedanken fahren! rief Je⸗ ner.Gieb nur Acht wenn die Nachbarn ankommen und horch zu was die ſagen!

Das iſt Alles recht ſchoͤn und gut und es kommt mir bisweilen ſelbſt ſo vor, aber es iſt doch ein Um⸗ ſtand, den ich ſelbſt erſt vor wenigen Tagen erfahren habe, du mußt aber nicht glauben daß der Ungar aus mir redet, ſondern es iſt buchſtaͤblich wahr was ich ſage: es iſt nicht mein Sohn, es iſt ein Fuͤnd⸗ ling, zwar auch von ſehr guter, achtbarer Familie, und wenigſtens eben ſo beguͤtert als ich, aber doch immer nicht mein Sohn! Glaubſt du daß ich ſcherze, ſo