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den Bruder in welchem Bezug auf das genommen war, was dieſer von Dorſten aus an ſie geſchrieben habe, machte den jungen Grafen ſehr ſtutzig, gab aber Ma⸗ thilden, die da wußte, daß nur Planund Liſt dem zum Grunde liegen koͤnne, ein widriges, ihrem Freunde nicht vortheilhaftes Gefuͤhl. 3
Kaum aber hatte ſie ſich losreiſſen koͤnnen, ſo eilte ſie, ohne ihrer lieben Eiche fuͤr heute zu gedenken, in ihr Zimmer, unter dem Vorwande: die Briefe von Dor⸗ ſten beantworten zu muͤſſen.
Aber welch eine Aufgabe war es, der ſie da zu ge⸗ nuͤgen hatte, dem fremden Manne, dem liebenden Vater ſollte ſie die Gefahr des einzigen Sohnes und ſolche Gefahr entdekken! Indeſſen,— die Entſcheidung draͤngte, ſollte noch Rettung kommen, ſo durfte ſie nicht ſaͤumen einzutreten, mußte ohne Verzug vorbereitet werden!— Es war der erſte Schritt dieſer Art in ihrem Leben,— das Herz ſchlug ihr maͤchtig und—„die boͤſen Maͤnner! die boͤſen Bruͤder!„ſeufzte ſie— dachte noch einmal des lieben, freundlichen Mannes und ging dann muthig an das Werk.
Sie erzaͤhlte ihm genau Alles was ſich ereignet hatte, geſtand ihre gaͤnzliche Abneigung gegen Freyburg, entſchuldigte das Wageſtuͤck ihres Freundes, welchen in des Vaters Augen zu heben und ſo gleichſam dieſen mit ihm zu verſoͤhnen, ſie fuͤr Pflicht hielt, tadelte ihren


