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und unter dieſen Anſtrengungen erwachte ſie, mit ſehr unheimlichen Empfindungen.
„Wo iſt er geblieben!“ rief ſie,„der liebe, freund⸗ liche Mann? wie laut muß ich denn reden, daß er mich hoͤre?“ da fiel ihr das ſchoͤne, weinende Maͤdchen wie⸗ der ein und ihre Worte:„die boͤſen Maͤnner! die boͤ⸗ fen Bruͤder!e⸗—
Ein Schrekken durchzuckte ſie, bald durch eine ſehr angenehme Empfingung verdraͤngt, der des Traumes aͤhnlich!— Dann aber, ſagte ſie:„meine Stimme iſt zu ſchwach ſo weit zu reichen! Er hatte wohl recht, der liebe Mann denn, ach, er iſt taub zu meinen Kla⸗ gen und rede ich ſo laut, daß er es hoͤren muß, was koͤnnte er thun hier zu retten und zu helfen! und haͤtte er helfen und retten koͤnnen, es iſt zu ſpaͤt, duͤrfen und muͤſſen wir doch den Freyherrn taͤglich erwarten!«—
In dieſer truͤben Stimmung ging ſie hinunter und fand die Geſellſchaft ſchon beyſammen. Es waren Briefe von Dorſten angelangt, die Barnekow der Familie mit⸗ getheilt hatte, des Hauptinhaltes, der Baron werde, in Ruͤckſicht auf die Vorkehrungen zur Hochzeit, nur
erſt einige Tage vorher eintreffen,— eine Nachricht die
ſie mit neuer Hoffnung belebte, da ſie nun wagen durfte noch das Letzte wenigſtens zu verſuchen, ohne ſich die Unmoͤglichkeit des Erfolges vorher ſagen zu muͤſſen. Ein Brief Louiſens und Lottens an ſie und an


