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unter die Fuͤſſe getretene Menſchheit an Ihnen geraͤcht, bis ich in Ihrem Blute mich gebadet habe, bis ich ſo
Sie habe ſterben ſehen, wie Sie es mir gedroht ha⸗
ben,— Sie,— den Bruder der Dame dort, die gerade ſo denkt und fuͤhlt wie Sie!e „Boͤſewicht,“ rief der Graf,„Du ſollſt Deinen Willen haben!«. Jener aber erwiederte:„ſo iſt es recht das iſt die wahre Geſtalt!“ und damit ſtand er auf und wandte Beyden den Ruͤkken, dem Park voll Trotz zugehend und zwar grade dahin, wo er fruͤher den Jaͤger erblickt hatte. Mathilde aber, kaum noch ihrer Sinne maͤchtig, rief:„ſo haͤliſt Du mir Dein Wort?⸗— und uͤber⸗ waͤltigt von Gram, barg ſie ſich in Einſamkeit, wo
ſie in Gebet und Thraͤnen eine Linderung ihres Kum⸗
mers ſuchte, waͤhrend der Graf bey dem ſich nun zum
Zorne auch noch Verachtung und Haß geſellten, ſchlech⸗
terdings weiter keinen Schritt thun, noch die gewaͤhl⸗ ten Maaßregeln zuruͤcknehmen wollte, ohne gleichwohl ganz vor eignen Vorwuͤrfen ſich bewahren, ohne die ſichtbare Kaͤlte, die unverkennbaren, ſtillen Leiden der Schweſter anders als mit tiefem Schmerze taͤglich wach⸗
ſen ſehen zu koͤnnen. 1 f Spo waren drey boͤſe Tage vergangen, als Ma⸗
thilde ſpaͤt entſchlafen, durch einen wohlthaͤtigen Traum ſich wunderbar getroͤſtet und geſtaͤrkt fand.


