Teil eines Werkes 
Zweiter Theil (1828)
Entstehung
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18.

wallung, die andere mit Bedacht und Ueberlegung, planmaͤßig, dem Andern zugefuͤgt. Haͤtten Sie mich in der Uebereilung Geſtern auf den Tod verwundet, mich zum Kruͤppel gemacht und Alles waͤre ſonſt wie es ſeyn ſollte, hier ließ er wie von ungefaͤhr einen Blick auf Mathilde fallen, es wuͤrde mir gar nicht ſchwer werden zu verzeihen und zu vergeſſen! Nun aber,

fuͤhlen Sie wohl, iſt hier ein kleiner Unterſchied! Sie

erinnern Sich, wie oft ich bat und ausweichend ant⸗ wortete, und, als der Bediente kam, Sie zu Ihrem Herrn Vater zu rufen, wie ich Sie beſchwor dem Rufe zu folgen! wie ich Ihnen zurief: der Bote da, es iſt Ihr guter Engel und der meine!e

Und dieſen Ruf haͤtte mein Bruder überhoͤrt de rief Mathilde, dem Grafen in die Augen ſtarrend.

Sehn Sie, fiel Barnekow ein,ſogar die gnaͤ⸗ dige Graͤfin fuͤhlen das!

Die arme Mathilde begann verzagend zu erkennen, daß ihre Gegenwart hier nicht vortheilhaft wuͤrke und dennoch wagte ſie nicht die beyden Maͤnner ſich ſelbſt zu uͤberlaſſen! Des Grafen Unmuth aber ward ſichtbar geſteigert durch dieſen ſeiner Schweſter bewieſenen Hohn, waͤhrend er an dem Verhaͤltniſſe des Unbekannten zu ihr immer mehr irre werden, immer aber die ſchleunige Ent⸗ fernung deſſelben fuͤr das wuͤnſchenswehrteſte halten mußte.

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