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fragt mich in ſeinem lezten Briefe ob es nicht vor⸗
theilhaft waͤre, den Waldheimer Forſt zu verkaufen, wozu er jetzt gute Gelegenheit haͤtte und das Revier urbar zu machen? I Nun aber iſt Waldheim mein liebſtes von allen Guͤtern, ungleich lieber mir als Dorſten und beſonders
der herrliche Wald!— Der Brief iſt lange unterwe⸗
ges geweſen, ich fuͤrchte er verkauft mir das Holz, darum will ich ihm dieſen Brief par estafette ſenden und da habe ich eine ſehr gewagte Bitte,— wenn ich auf guͤtige Verzeihung rechnen duͤrfte!—
„Ohne alle Bedingung, ſagen Sie nur, was
wird es ſeyn!“ rief der alte Mann.
Die Poſten und beſonders dies Poſtamt ſcheinen mir ſehr unzuverlaͤſſig;— ich wünſchte,— ich moͤgte bitten,— aber ich wage kaum es auszuſprechen— daß Sie die Gnade haͤtten mich mit ſich auf das Poſtamt zu nehmen, und nicht nur dieſen Brief, ſondern alle folgende nachdruͤcklich zu empfehlen.
„Waͤre es nicht ſo ſchoͤnes Wetter und wuͤßte ich nicht, daß Sie ohnehin immer gegen Abend ſpazieren fahren, ſo wuͤrde iche⸗—
„Wohin wir fahren,“ untergrach ihn der Graf,
wiſt ganz einerley. Dazu, Sie haben recht, der Poſt⸗
meiſter iſt nachlaͤſſig⸗ dieſer Brief aber ſoll in Ihrar Gegenwart expedirt werden⸗
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