33² AANA war Vorwand; Eulalie hatte aber eine ſchoͤ⸗ nere Abſicht.—
Clothilde,„ſagte ſie mit muͤtterlicher Zaͤptlichkeit, nach einigen Augenblicken des ſanfteſten Genuſſes des Alleinſeyns;“ Du haſt mir die Mutterrechte zugeſtanden, welche Deine Pflegemutter von Deiner Kindheit an mir uͤbertragen hat, und folglich wollen wir auch jetzt als Mutter und Kind mit einander ſprechen. Ahneſt Du etwa die Abſicht unſers Hierſeyns?— Dein Schwachwerden uͤber Tafel hat mir es wahrſcheinlich gemacht. Graf Agathon hat uns begleitet— zu erfah⸗ ren: ob Goldchens Prophetie: daß er durch eine verlohrne Prinzeſſin von ſeinen Thor⸗ heiten zuruͤckkommen und klug werden ſoll, durch Dich in Erfuͤllung gehen werde.— Sei Goldchens Wahrſagung Ungefehr, leich⸗ ter Scherz, oder was es ſei, dazu bleibt uns keine Zeit, das zu unterſuchen; genug ſie hat ſo bleibenden Eindruck auf ihn gemacht, daß er wirklich einen lobenswerthen Anfang im Klugwerden gemacht hat, welcher fuͤr die Zukunft viel verſpricht.—
„Aufrichtig, mein Kind, Du biſt nicht fuͤr das Kloſterleben erzogen, und ehe Du Aebtiſſin wirſt, haſt Du Dein Leben in der
— Stille


