Teil eines Werkes 
[1] (1801)
Entstehung
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„Iſt mein Bruder nicht ein guter Menſch?« rief Clothilde freudig.„Wirk⸗ lich fuͤhl' ich mich gewaltig erſchuͤttert; aber ſeine Meinung war gut, holde Graͤſin; ſtaͤnd“ es bei Dir und ihm, ich waͤre das gluͤckſelig⸗ ſte Geſchoͤpf unter der Sonne⸗“

„Es wird auf Dich ankommen, mein Kind,“ ſagte Eulalie unter zartlichen Kuͤſſen, vob wir etwas zu Deinem Gluͤcke beitragen koͤnnen!«

„Auf mich?« rief Clothilde heftiger— „iſt mein Schickſal nicht entſchieden?“—

Die Aebtiſſin kam und das Geſpraͤch lenkte ſich auf ihr Wohlbefinden. 1

Clothilde bath um Verzeihung, daß ſie

bei Tafel die Stoͤhrung veranlaßt habe; al⸗

lein ſie habe es fuͤr beſſer gehalten, ſich zu entfernen. da ſie ſich ihrer Sinne nicht maͤch⸗ tig gefuͤhlt habe, um die Stoͤhrung nicht noch zu vergroͤßern.

Nach Tafel war man ſich wieder ſelbſt

Aberlaſſen, und legte alle Feſſeln des Zwan⸗ ges ab, und unvermerkt hatte ſich Eulalie

mit Clothilden entfernt und war mit ihr auf ihr Zimmer gegangen; um ungeſtoͤhrt der freundſchaftlichen Unterhaltung zu genießeg

was.