Teil eines Werkes 
[1] (1801)
Entstehung
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lei, denn ſelbſt der Aebtiſſin zitterten Freu⸗ denthraͤnen in den Augen. 5

Allmaͤhlig legte ſich das Wogen der Ge⸗ fuͤhle; in ſanften Schlaͤgen floß das Vlut, und die Sprache behauptete nun auch ihr Recht. Indeſſen Clothilde blieb in Extaſe, und es war ihr, als waͤre ſie in eine beſſere Welt, unter alles Liebe verſetzt, was ſie eine halbe Ewigkeit haͤtte entbehren muͤſſen. Nur dann, als man an Tafel gerufen wurde und das ſteife Zeremoniel, wie ein hoͤtzernes unbehuͤlf⸗ liches Geſpenſt einhertrat und das Gefuͤhl hinter die Maske der Wohlanſtaͤndigkeit ſchreckte, wurde den Ergießungen ihrer Freu⸗ de Einhalt gethan; aber deſto beredter wa⸗ ren ihre Blicke..

Und jetzt erſt fiel es ihr auf, den Grafen von Schoͤnkopf in ihrer lieben Geſellſchaft zu finden, und— jetzt erſt beſann ſie ſich, daß ſie in den Ergießungen ihrer Freude den Gra⸗ fen ganz uͤberſehen und ihn als einen lieben Freund behandelt hatte— und heißer ſchoß das Blut bei dem Gedanken aus ihrem Her⸗ zen, unwillkuͤhrlich blickte ihr Auge nach dem Grafen, begegnete ſeinem Blicke und fuͤhlte eine fliegende Waͤrme ihr Geſicht anwehen, die ihren Blick ſchnell niederſenkte.—

Eine