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und zwar die ſtärkſten, die es geben kann, kamen heute, die Intereſſen der Selbſtſucht„ des Eigenthumes. Skla⸗ ven haben keine Begriffe des Eigenthumes; wir wa⸗ ren Sklaven bis heute, wo uns die Conſulado⸗Männer lehrten, was Eigenthum vermag.— Derſelbe Dämon des Egoismus, der Selbſtſucht, der uns blutig, vampyr⸗ artig ausſog, muß uns auch endlich befreien.”“
„Das wird aber lange dauern,“ warf der Mar⸗ quis ein.
„Wahrſcheinlich.“
„» Und wir ſollen zuſchauen?“
„Unſere Segel den feindlichen und freundlichen Winden öffnen, die erſteren ſeitwärts, die letzteren voll einfallen laſſen, während eines Sturmes ſie reeffen, und ſo zum Ziele gelangen.“
„Das iſt ein verdammt kaltes Spiel, ein furcht⸗ bar herzloſes Spiel, ein Ariſtokratenſpiel.“
„Du ſagſt recht, Grifalva, ein Ariſtokratenſpiel,“ erwiederte der Conde,„aber nicht herzlos. Ich glaube dem raſenden Roland ſelbſt dürfte das Herz einigerma⸗ ßen geſchlagen haben, hätte er mit dem Princip des Böſen ſo gerungen, wie wir zu ringen hatten.“
Er hielt inne.
„Wir ſpielen ein hohes Spiel; gewinnen wir, ſo hat Mexiko gewonnen.“
Die Cavaliere ſahen ihn erwartungsvoll an. „Ah,“ hob er nach einer Weile wieder an,„es


