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Roheit, und befliſſenem Herabſehen auf die Nobilitad, wieder ſehr befliſſen, ſich mit dieſer in gutes Einverneh⸗ men zu ſetzen. Sie wiſſen, wir hatten ihn längere Zeit in unſerm Dienſt, und er hat uns wirklich deren große geleiſtet; aber ungeachtet wir ausdrücklich allen Verkehr abgebrochen, fand er doch Mittel, dieſen auf eine Art zu er⸗ neuern, die dem vollendetſten Diplomaten Ehre gemacht ha⸗ ben würde, und uns einigemale in die größte Verlegen⸗ heit ſetzte. Und dieſen Verkehr weiß er mit eben ſo vie⸗ ler Schlauheit vor ſeinen Mitgeneralen geltend zu ma⸗ chen. So bin ich auch vollkommen überzeugt, daß die heutigen Sympathien ſeiner blutsverwandten Leperos ihn tiefer verletzt haben, als es zwei verlorne Treffen ge⸗ than haben würden.“
„Hat uns aber doch ſehr viel Vorſchub geleiſtet,“ bemerkte wieder der Marquis.
„Einigen, ohne Zweifel, wir würden aber auch ohne ihn zum Ziele gelangt ſein. Der heutige Vormit⸗ tag hat Mexikos Schickſal eigentlich entſchieden, die Aus⸗ beute, die wir gewonnen, hat uns mehr genützt, als zwei gewonnene Schlachten. Bisher wußten wir nur dunkel, was uns fehlte, wo uns das Uebel drückte, Se⸗ nores. Es war ein edles aber undeutliches Prinzip, das uns vorſchwebte, für das wir kämpften, und nicht kämpften. Für Prinzipe entglüht man, kämpft aber nicht leicht, und nie lange. Es müſſen materielle Inte⸗ reſſen dazu kommen, grob materielle Intereſſen. Dieſe,


