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„Die Maſſen waren zu allen Zeiten und in allen wohlgeordneten Staaten dazu beſtimmt, von der Ariſto⸗ kratie der Geburt oder des Vermögens, geleitet und benutzt zu werden, und ich finde es ganz natürlich, daß, wenn ein armſeliger Plebejer ſich erkühnt, die na⸗ türliche Ordnung der Dinge umzuſtoßen, und herauszu⸗ treten aus dem Kreiſe, der ihm angewieſen iſt, er auch dafür büße. Er hätte warten ſollen, bis die Reihe an
ihn kam.“
„So wie dieſer Vincente Guerero,“ bemerkte der Marquis Ch— l.
„Hat uns jedoch heute einen herrlichen Dienſt gelei⸗ ſtet,“ verſicherte der von Grijalva.
„Hätte er aber gewußt,“ bemerkte der Conde de R— a,„daß Se. Excellenz in dem Schreiben ihrer Schwä⸗ gerin zugleich ihre Unterwerfung an den einäugigen Pepe, wie ihn dieſe Gachupins nennen, eingeſandt haben, ſym⸗ pathetiſch geſchrieben, eingeſandt haben, er würde ſich beſonnen——
„War aber doch ſchön von ihm„* ſprach der Marquis. 3
„Weniger ſchön als politiſch,“ fiel der Conde ein. „Dieſer Zambo⸗Meſtize hat viel von jener ultra arte 6 y pPrudencia,*) die Se. Excellenz zu ihrem Lieblings⸗ ſpruche gemacht haben, und iſt bei aller anſcheinenden
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*) Heimtücke und Liſt.


