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einmal in das bürgerlich⸗politiſche Leben eingetreten. Wir gehen zu Gericht über den Landeschef von Mexiko; wir geben der Welt unſer Urtheil über ihn.“
„Das iſt richtig,“ bekräftigten alle.
„Ich glaube aber denn doch,“ nahm der Marquis de Grijalva das Wort,„daß wenn wir auf einmal vorgetreten wären, wir mehr gewonnen, vielleicht die Re⸗ volution entſchieden hätten.“
„Perdon,“ bemerkte der Conde R— a.„Du ver⸗ giſſeſt, daß ſie ſeit ſechs Monaten mit dem Plane umge⸗ hen, Calleja an ſeine Stelle zu bringen. Wir könnten zwar Vanegas von der Regierung entfernen, und ihn, wie Iturrigaray, nach Hauſe ſenden; würden aber unſere Intereſſen kaum gefördert haben; im Gegentheile, Don Arispe, als älteſter Oidor, käme an das Ruder, und ihr wißt, er und Calleja ſind Pylades und Oreſtes.“
„Und käme Calleja,“ bemerkte der Conde Almagro, „ſo würde er mit brutaler Gewalt niederdrücken, was nichts weniger als niedergedrückt werden ſoll. Ihr wißt, daß er ſich anheiſchig gemacht hat, achtzigtauſend revolutio⸗ näre Köpfe binnen Monatsfriſt zu liefern.“
„Ohne Zweifel,“ bekräftigte der Marquis Ch— l. „»Wir müſſen darauf hinarbeiten, den Kampf nach Mög⸗ lichkeit zu verlängern, weil wir nur dann unſere Abſichten erreichen können.“
„Weder verlängern noch verkürzen; gehen laſſen,


