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dieſe feurigen, vor Wolluſt erzitternden Geſtalten und ihre graziöſen Wendungen. Sie hatten in der einen Hand die Schnüre, die andere trieb mit der Mantilla ihr Spiel. Der Tanz war anfangs mehr ein verſchlunge⸗ ner Gang, wurde aber allmälig ſchneller, leichter, feuriger. Tänzer und Tänzerinnen eilten ſchnell an einander vorüber, durchkreuzten ſich, verwoben ſich. Wie die Schnüre, die ſie in den Händen hielten, ſich allmälig verkürzten, wur⸗ den ihre Bewegungen üppiger; je näher ſie die verkürzten Schnüre an einander brachten, deſto fiebriſcher, glühender wurden ſie, deſto zärtlicher ihre Blicke; die Mantillas fie⸗ len herab, die Tänzer kamen in unmittelbare Berührung mit den Tänzerinnen, ihre Arme umſchlangen ſich, die Lippen drückten ſich an einander. Es war kein Tanz mehr, es war ein beweglicher Knäuel fieberiſcher, von Wolluſt zitternder Weſen, die ſich endlich eng aneinander gepreßt anhielten. Einen Moment blieb die Gruppe in dieſer Stellung; die Muſik hatte innegehalten; dann be⸗ gannen die Inſtrumente wieder, die Tänzer entwirrten ſich, der Knoten löste ſich, die ſchwimmenden Augen ver⸗ hüllte wieder die Mantilla, die lascive Scene wurde wie⸗ der erträglich auch für nicht⸗mexikaniſche Augen.
„Que compania hermosa, que brilliante! No pueda
bewegen können, ohne die Schnüre fahren zu laſſen; dann fangt man auf dieſelbe Weiſe wieder an, das Netz zu entwirren.


