Teil eines Werkes 
3. Theil (1835)
Entstehung
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entgegengetanzt,venid, venid Senores! flüſternd, und den beiden Kavalieren die zwei noch übrigen Seiden⸗ ſchnüre reichend. Ein raſcher Händedruck, ein ausdrucks⸗ voller Blick, und die Paare ſtanden geordnet zum Tanze.

Das gelispelte venid! venid! ausgenommen, war noch kein Wort geſprochen worden; aber jeder Blick, jede Bewegung ſprachen; die Mädchen waren Feuer und Flamme, und zitternd vor Begierde.

Den Chica*) von Nucatan! wisperte Don Pinto.

Die Mädchen erglühten.

Die Guitarre ſchlug an, begleitet von dem Inſtru⸗ mente, das wir oben beſchrieben haben, und auf welches eines der Indianer⸗Mädchen mit den beiden Stäben ſchlug, oder viemehr ſtrich. Die Töne waren hohl, zitternd, melodiſch, und denen einer Harmonika nicht unähnlich. Die Tänzer ſetzten ſich in eine langſam ſchwebende Be⸗ wegung**). Man konnte nichts ſchöneres ſehen, als

*) Ein äußerſt wollüſtiger Tanz.

**) Der Tanz, von dem hier die Rede iſt, iſt in den füdlichen Provinzen Yucatan, Oaxaca ꝛc. ſehr beliebt, wird aber auch in Mexiko getanzt, und zwar auf folgende Weiſe: Ein Baum oder Pfahl, fünfzehn bis zwanzig Fuß hoch, wird in die Erde getrieben. Von der Spitze hängen ſo viele buntfarbige Schnüre oder Stricke herunter, als Tän⸗ zer vorhanden ſind; jeder derſelben ergreift einen, und darauf fängt der Tanz um den Baum herum an, der ſo lange dauert, bis ein künſtliches Netz gebildet und die Schnüre ſo kurz werden, daß die Tänzer ſich nicht ferner