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Kleidungen der Mehrzahl nach zu ſchließen, beſtand er aus Mitgliedern der cinco gremios.*)
„Pah, cinco gremios!“ gähnte Senorita Cüleſtine.
„„Ah!“ rief Pimene, und das matt ſchwimmende Auge wurde fixirend, die Unterlippe preßte ſich an die obere, als formte ſie ſich zum Kuſſe, ihre Hand ſtreckte ſich durch den Mirador, die Mantilla fiel wie von ſelbſt in maleriſchen Umriſſen über den Scheitel herab— das Mädchen war verändert. Die beiden andern hatten kaum die Bewegung bemerkt, als auch an ihnen dieſelbe Me⸗ tamorphoſe vorging; ihre Geſichter wurden lachend, die Züge ſprechend, alle waren auf einmal reizend, ganz andere Weſen geworden.
„„Don Pinto y uno superbo hombre,“ flüſterte Pimene. 9
„Qui es este?“ fragte Cöleſtine.
„No se!“ erwiederten Beide. 1„
Die leiſe geflüſterten Worte hatten die Senorita Iſidra auf einmal aus ihrer trägen Attitude aufgerüttelt. Die Haare waren gelockt und in einen Knoten geſchlungen; ſie warf die Roba über, ſprang durch die Flügelthüren, auf den Mirador, ſchoß einen Blick auf die Straße, klatſchte in die Hände, rief ein lautes: Venid, venid Laro!**) und hüpfte dann mit den übrigen Mädchen zu⸗
*) Fünf Zünfte, Handwerker. **) Kommen Sie, kommen Sie, Theure!
Der Virey. III. 2
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