Don Moſes dem iſraelitiſchen Volke half— Donna Anna!“ ſprach der Mann feierlich und ſtolz:„wir wür⸗ den lieber tauſend Rücken verlieren, als den Zambo Se⸗ nor tituliren, oder vor ihm aufſtehen, wir ein viejo Chri- stiano! ein viejo Christiano! ein viejo Christiano! Dixi y basta!“*
Dem Manne war während dieſer Erklärung die Ci⸗ garre ausgegangen; er zündete eine friſche an, hüllte ſich abermals in eine Rauchwolke, drückte den ungeheuern Hut tiefer in die Stirne, und nahm einen langen Stoßdegen von der Wand, den er küßte und mit den Worten: Ve- nid mia cara vierge!*) vor ſich hinlegte.
Die beiden Eheleute hatten ſich müde gezankt, und es trat nun Stille ein.
In der Sala ſchien die Unterhaltung nicht den min⸗ deſten Anklang gefunden zu haben. Die Mädchen ſaßen, rauchten und lagen auf die Sopha's hingeſtreckt, ſelbſt ihre Geſichtszüge hatten den widerlich ſchlaffen Ausdruck angenommen, den wir an den Schönen des herrlichen Mexiko häufig bemerken.
Aber auf einmal änderte ſich die Scene.
Senorita Nimene hatte anfangs mit hängenden Un⸗ 1 terlippen einem Zuge zugeſehen, der die Tacubaſtraße her⸗ aufkam und bereits einigemale angehalten hatte. Den
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*) Komm, meine theuere Jungfrau! 3 V


