wohlgefällig zu ſein ſchien, denn ſie ließ nun dem lin⸗ ken Fuß den rechten folgen, der, ſo wie jener, weder Strumpf noch eine andere Bedeckung hatte. Sich mit beiden Hän⸗ den an den Seilen der Hängematte haltend, wiegte ſie ſich mit vielem Behagen. Die Dame ſaß im bloßen Hemde.
Ein drittes Mal ſtöhnte der Spanier:„Ah, oh, ih!”“
„Don Matanzas!“ gellte nun die Senora.„Mit Ihrem Geſtöhne kann man auch kein Auge zubehalten. Keine Ruhe; nicht einmal während der Sieſta! Car⸗ racco!“
und wieder ſchwang ſich die Spanierin in ihrer Hän⸗ gematte, die nun, durch die erwähnte Manca in ſchau⸗ kelnder Bewegung erhalten, einen ſtarken kühlenden Luft⸗ zug im Zimmer verurſachte, aber auch zugleich Wolken Staubes auftrieb.
Wohl zwei Minuten waren verfloſſen, ſeit die Worte geſprochen worden; der Spanier hatte ſich eine Cigarre angebrannt, und bließ Rauchwolken von ſich. Auf ein⸗ mal nahm er die Cigarre aus dem Munde, und begann mit funkelnden Augen:
„Muerte y inferno!
Hier unterbrach ſich der gute Mann uieder durch die drei Jammertöne:„Oh, ah, ih;“ und ſein kaſta⸗ nienbraunes grünes Geſicht verzog ſich jämmerlich.
„Muerte y inferno! Keine Ruhe! Keine Ruhe Senoria, ſagen Sie! Und wer iſt Schuld daran? Wer hat uns von Acapulſo heraufgeſchleppt?“
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