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„Wären Sie unten geblieben, die Rebellen würden Sie ſo eingepökelt haben wie Teſajo; iſt aber nichts mehr einzupökeln.”“
„Maldetto mal pays!“*) brummte der Spanier. „Wäre ich in der Madre Patria geblieben!“
Die Dame warf, ohne ein Wort zu erwiedern, ei⸗ nen Zlick der wegwerfendſten Verachtung auf den Schat⸗ ten von Ehemann hinüber, denn ſo mochte er füglich ge⸗ nannt werden; nahm von dem Mädchen eine Cigarre und winkte dem Mulatten mit dem Lichte heran. Als ſie die Cigarre angebrannt und gehörig in Rauch verſetzt, hob ſie an:
„In der Madre Patria geblieben bei Ihrer ewigen Mahlzeit,**) Ihrer San Antonio⸗Mahlzeit, er) bei Ihren ſechs und dreißig Küchererbſen, die neben zwanzig Augen in ihrer olla de soba, †) herumſchwammen! Fi! no babla cuomo Christiano.“ ††)—
„No habla cuomo Christiano,“ wiederholte der Spanier mit einer Art komiſchen Schauders.„Jesu, Maria y Jose! Nosostros— wir, die wir von dreihun⸗
*) Verfluchtes, elendes Land. **) Eine Mahlzeit, die keinen Anfang und kein Ende haf; keine Suppe und kein Deſert; trockenes Brod. ***) Brod und Waſſer.
t) Knoöblauchſuppe; die gewöhnliche Nahrung der un⸗ tern Volksklaſſen.
tt) Fi! er redet nicht wie ein Chriſt— er redet Unſinn.
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