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Aus einem Nebengemache, deſſen Thüre halbgeöffnet war, ſtöhnte und gellte eine Stimme,„ohl! ah! ih!“ ſo ſeltſamlicher Weiſe, daß unſere vier Mädchen in ein lautes Gelächter ausbrachen.
Das Gemach war zur Hälfte kleiner, als der Saal, aber weit größer und höher als eines unſerer Schlafzim⸗ mer, und gleichfalls mit blauen Porzellan⸗Vierecken be⸗ legt. In der Mitte deſſelben hing eine Hängematte, in der ein Schlafender oder eine Schlafende ſich befand, den Tönen nach zu ſchließen, die verlautbar wurden. Auf der rechten Seite ſtand ein Mittelding zwiſchen einer Ottomane und einem Bette, das reinlicher geweſen ſein dürfte, als es wirklich war, und auf das, nebſt andern Kleidungsſtücken, auch ein reich mit Gold verbrämter blauer Mantel zu liegen kam. Formloſe Hüte, beſtaubte Bein⸗ kleider, ſchmuzige Wäſche, und Werkzeuge der Reinigung lagen neben Kleidungsſtücken, von denen ein einziges hin⸗ gereicht haben würde, das ganze Haus zu ſäubern, und ſechs Monate hindurch rein zu erhalten.
Unter der Hängematte ſaß ein Indianermädchen einen
Federſchirm auf dem Schooß; der Kopf war ihr auf die
Bruſt geſunken, der Schlaf hatte das Mädchen überfal⸗ len, während ſie der in der Hängematte Schlafenden Küh⸗ lung zugefächelt. Zur Seite des Bettes ſtand ein Mu⸗ latte mit einem Käſtchen von Cigarren, und einem bren⸗ nenden Lichte.
„Oh! ah! ih!“ ſtöhnte es wieder aus dem Bette,


