Teil eines Werkes 
3. Theil (1835)
Entstehung
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Winkel des geräumigen Saales ſtand, hingen von den vergoldeten Haken ſechs ſeidene Schnüre herab. Auf dem Tiſche in der Mitte lagen einige muſikaliſche In⸗ ſtrumente, unter dieſen eine ſpaniſche und eine mexika⸗ niſche Laute. Es war die letztere ein hohler, hölzerner Cylinder von der Größe einer ſpaniſchen Laute, mit zwei in der Mitte parallel laufenden Oeffnungen; zwei mit ela⸗ ſtiſchem Gummi umwundene Stöcke lagen daneben.*)

Im Saale ſowohl als auf dem Mirador, herrſchte eine wahrhaft klöſterliche Stille, und keine Sylbe wurde gehört, obwohl eine Viertelſtunde ſeit der Ankunft der Senoritas und ihrer Doncellas verfloſſen war. Auch die Bewegungen der Mädchen waren nicht lebendiger. Zuweilen regte ſich eine Mantilla, und ein Feuerblick ſtrahlte hinab auf die Straße; aber wegen Mangel an Erwiederung, verglühte die ſchöne Flamme wieder in mat⸗ tes Dahinſtarren.

A ellos, a ellos,**) ließ ſich endlich aus dem Schooße des Mulatto⸗Mädchens vernehmen.

Que quiere,***) verſetzte das Malutto⸗Mädchen, das mit Argus⸗Augen in den Haaren herum geſpäht, nun aber ungeduldig das rabenlockige Köpfchen aus ih⸗

*) Das Inſtrument, von dem hier die Rede iſt, heißt in der indianiſchen Sprache Teponakli. *) Friſch auf ſie los. *8*) Was beliebt.

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