Teil eines Werkes 
2. Theil (1835)
Entstehung
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leute auf eine Weiſe aufgerollt, wie es von der Gründlichkeit der aufgeklärteſten Corporation Mexiko's, die die finan⸗ ziellen Verhältniſſe des Königreichs zu ihrem Brodſtudium gemacht hatte, erwartet werden konnte. Alle Hülfsmittel des Landes, alle Ausgaben und Einnahmen, die Stärke und Schwäche der Regierung, ſelbſt der Armee, war wie durch einen Zauberſchlag vor ihren Augen entwickelt, und kaufmänniſch algebraiſch analyſirt worden. Die anziehen⸗ den Debatten hatten den ganzen Saal mit Zuhörern an⸗ gefüllt, die in Todesſtille den Debattirenden zuhorchten, oder Noten nahmen. Der aus dem vizeköniglichen Palaſte zurückgekehrte Geheimſchreiber war wieder eingetreten, ohne in der Hitze der Discuſſionen bemerkt zu werden; erſt der troſtloſe Grimm, mit dem er die Verſammlung maß, ver⸗ kündete den Creolen den ungeheuren Gewinn, den ſie an Erkenntniß gemacht hatten. Der Conde beſchloß endlich dieſe verhängnißvoll wichtige Stunde mit einer kurzen Anrede, in welcher er nichtsdeſtoweniger wieder auf die Noth⸗ wendigkeit zurückkam, die Regierung zu unterſtützen, eine Nothwendigkeit, die er ſo klar darzuſtellen wußte, daß der Geheimſekretär ſowohl als die Glieder des Conſulado, in den lauteſten Jubel ſeines unverwüſtlichen Patriotis⸗ mus um ſo feuriger ausbrachen, je mehr letzteren ihr Gewiſſen zu ſagen begann, wie ſehr ſtie ſelbſt dieſer Tu⸗ gend nahe getreten waren.

Aber auch die übrigen Caballeros hatten im Verlauf dieſer wichtigen Stunde ihre Rollen mit nicht viel gerin⸗