Teil eines Werkes 
2. Theil (1835)
Entstehung
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oberſt einer gräßlichen Barranca wie das Bruchſtück eines maſſiven Schloßthurmes erhob. Ihre ſtraff herabhängen⸗ den Haare mit der röthlich⸗ſchwarzen Geſichtsfarbe ver⸗ riethen Zambos. Sie hatten Schaffelle um ihre Schul⸗ tern, die mit Riemen befeſtigt waren; darunter Fetzen ei⸗ nes ſchwarzwollenen, groben Zeuges, Panos genannt, die ſich bis zu den Hüften verlängerten; ihre Kopfbedeckung beſtand aus ſogenannten Sombreros de petate*); in ih⸗ ren Gürteln hatten ſie Machetes, und lange, gewichtige Keulen lagen zu ihren Füßen. Beide ſchienen gleich düſter und mürriſch zu ſein; während der Eine ſtand und in die weite Ferne hinausſpähete, hatte ſich der Andere auf dem Raſen niedergelegt, und war ſo liegen geblieben, bis ſein träger Gefährte, ermüdet von der Wache, ſich hinſtreckte, worauf der Andere brummend wieder aufſtand, um in derſelben Aufgabe fortzufahren. So hatten ſie es eine geraume Weile getrieben, ohne ein Wort zu wech⸗ ſeln; ein Dutzend beſchmutzter Karten, die auf dem Ra⸗ ſen lagen, deuteten an, daß ſie ſich auch in dieſem Zeit⸗ vertreibe verſucht hatten.

Maledita cosa!**) fing endlich der Stehende an: Bei der heiligen Jungfrau von Guadeloupe! wenn das noch ſo eine Woche fortdauert: geſetzt und wieder geſetzt, 1

*) Strohhüte werden allgemein, von den Indianern und Kaſten, getragen.

**½) Verfluchtes Geſchäfte!