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fende Blumenguirlande bilden, die, von der Wurzel zur Krone emporſteigend, zahlloſe Blüthen ihrer Ranken ent⸗ ſenden, und tauſend von Conzontlis, Cardinalsvögeln und Madragadoren in ihren Gezelten verbergen.
Es war ein kühler heiterer Nachmittag. Die Schnee⸗ regionen des gewaltigen Orizava*) und des gewaltigeren Popocatepetl, bisher wie eine Maſſe gediegenen Silbers erleuchtet, fingen an ins Roſenroth zu ſchillern, das, auf der öſtlichen Seite ins Goldgelb und Bronze wechſelnd, jeden Augenblick eine andere Farbe zurückſtrahlte.— Die Schatten des Malinche und ſeiner Zweige begannen ſich gegen Tlascala hinzuſtrecken. Tiefes Schweigen herrſchte über die ganze Gegend, bloß unterbrochen durch das Gekreiſch des Ringadlers, der über den Abgründen ſchwebte, und einen fernher ſumſenden Laut, der aus dem Innern des Waldes kam, dem entfernten, dumpf verhallenden Geheule der Coyotes nicht unähnlich.
Auf einem der Bergesrücken, die ſich öſtlich von San Martin erhoben und über die einſt Cortez auf ſeinem Er⸗ oberungszuge in das Thal Tenochtitlan drang, ſtanden und lagen zwei Männer, ihre Rücken an einen beinahe ſenkrecht aufſteigenden Porphyrfelſen gelehnt, der ſich zu
*) Orizava, mexikaniſch Ciltlatepetl, der Stern; ſeine Höhe über der Meeresfläche beträgt 17,575 Fuß. Der An⸗ blick dieſes Berges bei Sonnenauf⸗ und Untergang iſt viel⸗ leicht das Schönſte, das geſehen werden kann.


