Teil eines Werkes 
1. Theil (1835)
Entstehung
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binette umherſuchte. Ja, ſagte ſie, über dieſe Felſen und Klippen muß er hinab ins Bereich des tückiſchen Vo⸗ mito, und Jeſu Maria, die See, die ſtürmiſche See mit ihren alles verſchlingenden Wogen.

Der Graf, eine Thräne im Auge, bog ſich über die Schlummernde hin.

Nina! Nina: Wollen wir nicht für den Unglück⸗ lichen, der uns verläßt, beten?

Sie hörte nicht, ſie gab keine Antwort.

Nina! Nina! bat er wieder.

Ein entfernter Trompetenſtoß, der den Paseo herab⸗ ſchmetterte, ließ ſich im Kabinette hören. Die Augen der ohnmächtig Schlummernden öffneten ſich.

Nina! bat der Conde wieder im zärtlich väter⸗ lichen Tone.Nina, wollen wir nicht für den Unglück⸗ lichen beten, der uns verläßt?

Auf einmal öffnete ſie die Augen, blickte ſtier und ſtarr um ſich, ſchüttelte das Lockenköpfchen, ſchaute den Grafen wie verwundert an, ſtreckte ihre Arme aus, und ihn um den Hals faſſend, lispelte ſie:No por siem- pre perdito*).*

Ein zweiter Trompetenſtoß ſchmetterte aus dem Pa- seo nuevo herüber. Ein ſtarkes Detachement Dragoner, mit einem Stabsoffizier an der Spitze, hielt, und ein Jüngling in reicher Uniform ſprang vom Pferde.

*) Nicht für ewig verloren.