ten der Klöſter holt,— dieſes dein Heldenvolk hat nicht einmal das Verdienſt, unter eigenen Fahnen zu fechten; es iſt das ſchmählich bezahlte Gold der Ingleſe, das dieſe Bettlernation aufgerüttelt und in ſeinem ſtupiden Enthuſiasmus wach erhält.“
„Läſtern Sie das Vaterland meiner Mutter nicht!“* ſchrie der Jüngling von Zorn überwältigt.
„Bloß deiner Mutter?“ fragte der Conde.
Der Don erröthete.
„Und in dieſes Land, dieſes Paradies von Bettlern und Mönchen willſt du gehen? deinem flehenden, bedräng⸗ ten Vaterlande den Rücken kehren in der Stunde ſeiner Noth, ſeiner Todesangſt? Was wird dieſes Vaterland dazu ſagen!“
„Manuel verachtet dieſes Vaterland;“ verſetzte raſch der übermüthige Jüngling.
„Das iſt genug;“ ſprach der Conde, plötzlich auf⸗ ſtehend.„Das Blut deiner Wangen iſt aufrichtiger als deine Zunge. Behalte jedoch dein Geheimniß für dich; ſelbſt fragen wollen wir dich nicht, wo du in den letzten zehn Stunden geweſen, obwohl unſere Freundſchaft viel⸗ leicht einige Aufmerkſamkeit verdient hätte. Wir haben je⸗ doch der Freiheit ſo wenig übrig gelaſſen, daß es grauſam wäre, uns die dürftigen Broſamen, die noch übrig ſind, einander verkümmern zu wollen. Aber Don Manuel! fuhr er fort, und ſeine Stimme wurde ungemein ernſt, „ indem wir dir deine Freiheit hiemit unbeſchränkt laſſen,


