Teil eines Werkes 
1. Theil (1835)
Entstehung
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ſchen Ocean herüber; er ruft; Manuel muß ſeinem Rufe gehorchen!

Der Graf hatte dieſen Pathos, den der Jüngling in einer korrespondirend theatraliſchen Stellung deklamirte, mit ungemeiner Ruhe angehört, nur zuweilen kräuſelten ſich ſeine Lippen in jenes ſarkaſtiſche Lächeln, das derlei Albernheiten dem Aufgeklärten auch wider ſeinen Willen abzwingen.

Und iſt es bloß der Donner der Kanonen, der dich ruft? keine andere Stimme, die vom Tenochtitlanthale dich fortſendet? fragte der Graf mit demſelben ruhigen Lächeln um ſeine Lippen.

Der Jüngling erröthete und ſtockte.

Und wird das Schickſal deine Entwürfe verwirkli⸗ chen? fragte der Graf weiter.Iſt das Spanien wirk⸗ lich deiner Sympathien würdig? Iſt es wirklich das glänzende Gebilde, das dir deine Phantaſie vormalt? dieſer gefangene König wirklich der edle, leidende Held, den du dir träumſt? das Land der Gonſalvos, der Her⸗ nandez, wirklich der Sammelplatz alles Heldenmuthes? Armer Junge! brach der Graf ab, hob jedoch wieder nach einer kleinen Weile an:Das Land der Cordovas, der Cortez iſt unter dem verſengenden, verdorrenden Hauch der Prieſter und Königstyrannei eine baumloſe Wüſte ge⸗ worden, von Landſtreichern, Räubern, Bettlern und fau⸗ len Mönchen angefüllt, und von einem Volke bewohnt, das, ſtatt zu arbeiten, ſich ſeine Nahrung vor den Pfor⸗