Teil eines Werkes 
1. Theil (1835)
Entstehung
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der nahen und entfernten Häuſer waren mit unzähligen Köpfen angefüllt. Es herrſchte eine tiefe Stille, die nur vom Geflüſter der Neugierde, oder dem Gemurmel des Schauders unterbrochen wurde, welches der Indianer mit einem ſo eigenthümlichen Tone von ſich gibt, wenn ihm jene theuern, ſo tief im Herzen ruhenden Erinnerungen an die Gewalt und Herrſchaft ſeiner Vorfahren durch Zufall ausgepreßt werden. Auf einmal rief es:Vi- gilancia! Vigilancia!*) von einem fernen Mirador herab. Vigilancia! ſchallte es von Munde zu Munde; Vigilancia! rief der Pregonero;Gracias Senoras y Senores!**) lachte er, dfuͤckte ſich und verſchwand. In wenigen Augenblicken war vom gräßlichen Sinnbilde Mexiko's ſelbſt keine Spur mehr vorhanden, und als endlich die beiden Alguazils mit ihren Stäben ſich Bahn gebrochen hatten, regnete es Fetzen von Pappendeckeln und Trümmer gebrochenen Holzes auf ihre verhaßten Häupter; die Menge ſelbſt war, gleich einer Woge, durch einen gewaltigen Fels geborſten, auf allen Seiten aus⸗ geriſſen, und brach großentheils in den Gaſthof ein, vor dem die Scene ſelbſt ſtattgefunden hatte.

*) Wachſamkeit! Habt Acht!

**) Dank, gnädige Herren und Herrſchaften! Senor, gleichbedeutend mit dem franzöſtſchen Seigneur, ſpricht jeder weiße und auch ſchwarze Mexikaner an, ſo armſelig er übrigens auch ſein mag. Senora, gnädige Frau; Se⸗ noria, Herrſchaft, Herrlichkeit. Dieſer letztere Titel wird nur Perſonen gegeben, die Oberſtenrang haben.