Teil eines Werkes 
1. Theil (1835)
Entstehung
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1IX

ſchaftlichen Bande, von einer Zerſtörung, einem Bürger⸗ kriege, der mit giftigem, tödtlichem Haſſe geführt, nichts verſchont hat, weder Menſchen noch ihre Werke.

Dieſe Eindrücke und ein gewiſſes Grauen begleiten uns noch mehrere Stunden, nachdem wir das glänzend⸗ troſtloſe Veracruz bereits verlaſſen, und uns durch die Sandhügel hindurchgemüht, die zwiſchen dieſer Stadt und den ärmlichen ſechs Hütten, Santa Fo genannt, unſere Geduld ſo ſehr in Anſpruch nehmen. Hinter dieſen jedoch zeigen ſich Lichtpunkte. Oaſen in dem Sand⸗ und Sumpfmeere, vom herrlichſten Grün, dem glänzendſten Roth, dem lieblichſten Blau Anklänge von dem Lande, wo, mit den Worten eines großen Dichters zu reden:

die Citronen blühn, im dunklen Laub die Goldorangen glühn

kommen uns entgegen. Wildniſſe von Palmen⸗, Oran⸗ gen⸗, Citronen⸗ und Bananen⸗Bäumen, mit Myriaden von Blumen behangen, und Schlingpflanzen umwoben, unterbrechen die Sandebenen, da, wo ein Bach oder eine Quelle Nahrung gibt. Wilde Kürbiſſe und zahlloſe Con⸗

volvulus⸗Blüthen, bilden das Dach der wunderbaren Aue.

Es tritt gleichſam der Kampf zwiſchen dem Prinzip des Guten und des Böſen, zwiſchen Leben und Verweſung uns anſchaulich vor Augen. Es kommt uns vor, ſo wie wir von Bajada einen Blick rückwärts werfen, als ſähen wir