Teil eines Werkes 
1. Theil (1835)
Entstehung
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vIII

mals entgegen, aber nur ſein Haupt ragt über dieſe her⸗ vor zu ſeinen Füßen ſeht ihr den langen Gebirgsſaum der Cordilleren, und vor euch die öde, baum⸗ und ſtrauch⸗ loſe Sandwüſte, an deren Rand Veracruz euch entgegen⸗ ſchimmert, ein glänzend weißer Punkt, der, ſo wie ihr näher kommt, euch unwillkührlich an die übertünchten Gräber der Schrift mahnt.

Mit dieſen Vorgefühlen betretet ihr die Geſtade Mexikos.* 3 Der erſte Schritt auf mexkaniſchem Boden, über⸗ zeugt uns, daß dieſes Land eine ſchwere, eine tödtliche Criſis überſtanden, daß es ſich aus dieſer Criſis noch nicht erholt hat, und noch lange nicht erholen wird. Es ſind die Nachwehen einer Krankheit, die, wie die ſeines ſchreck⸗ lichen vomito prieto, noch Jahre lang den Körper in Siech⸗ thum ſchmachten laſſen, ihn vielleicht nie verlaſſen. Man glaubt in einer ſo eben durch eine Feuersbrunſt zerſtörten Stadt zu ſein, deren unglückliche Einwohner noch ſo ſehr von Schreck und Entſetzen betäubt ſind, daß ſie an das Aufräumen gar nicht denken; oder auf einem Dreimaſter, der in einer Reihe von Stürmen Ruder, Segel, Maſte, den beſten Theil ſeiner Schiffsoffiziere und alle ſeine Le⸗ bensmittel verloren, und auf dem alle Bande des Gehor⸗ ſams gelöſ't ſind, wo brutale Gewalt allein Geſetz iſt. Alles zeugt hier von der peinlichen Auflöſung aller geſell⸗