Teil eines Werkes 
1. Theil (1835)
Entstehung
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vI

und ſtarrt auf den erwähnten Punkt in ſprachloſer Er⸗ wartung. Auf einmal verſchwindet der dunkle graublaue Schleyer, der um den Gürtel und Nacken dieſes magi⸗ ſchen Rieſenpunktes wogt, die Schlangenlinien des Wol⸗ kenrandes des ungeheuren Sockels werden glänzend roth, und indem das Auge mit Verwunderung dem pracht⸗ vollen Farbenwechſel zuſieht, ſtrahlt der Punkt über dem

Wolkenſchleyer auf einmal in überirdiſcher Glorie in die

Himmel hinein, er wird zur rieſigen, ungeheuer flammen⸗ den Pyramide, die im leuchtenden Feuer vor unſern Blicken auflodert, eine Maſſe gediegenen Silbers, des rein⸗ ſten Goldes, mit Milliarden von Brillanten Rubinen und Smaragden beſetzt. Es iſt der Orizava, der, von der aus dem Ozeane aufſteigenden Sonne beleuchtet, aus ſeinem Wolkenſchleier hervortritt, den ein buen norte von ſeinem Nacken gelüftet, und der nun eure Seelen in Be⸗ wunderung und Anbetung verſetzt; denn die Poeſie des Himmels und der Erde hat ſich vereinigt, um euch den herrlichſten, den größten aller Genüſſe zu geben, wie ihn euer Auge nie geſchaut hat, nie ſchauen wird. Ihr wendet euch für einen Augenblick, um euerm Gemüth Er⸗ holung zu geben, von dieſem herrlichſten und größten aller Genüſſe, und wie ihr wieder euern Blick dem Naturwun⸗ der zuwerfet, ſo iſt es verſchwunden, ein grauer Nebel aus den Gewäſſern aufgeſtiegen, und unter ſeinen wäſſeri⸗ gen Fittigen fliegt ihr der Küſte zu. Der Nebel erhebt ſich, und der Stern in Wolken gehüllt, tritt euch aber⸗