Teil eines Werkes 
3. Theil (1833)
Entstehung
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auf ſeine Beine und auf Roſen zu, und ſie in ſeine Arme aufraffend, ſtürzte er zurück in die Ecke an die Thüre des Seitengemachs, daß die Scheiben des Glas⸗ fenſters in tauſend Stücke brachen.

Und glaubt die weiße Schlange, ſchrie er mit zornfunkelnden Augen,der Miko iſt ein Narr? rief er, das Mädchen in ſeinem linken Arme haltend, wäh⸗ rend der rechte das Schlachtmeſſer ſchwang.

Miko! rief der junge Häuptling, der bisher ſchwei⸗ gend und theilnahmlos geſeſſen, aber nun entſetzt über

den unbeſchreiblich furchtbaren Ausbruch der Wuth, auf⸗

geſprungen und dem Miko nachgeeilt war.

Und glaubt die weiße Schlange, rief der raſende Wilde mit einer pfeifend höhniſchen Stimme, und der Schaum ſtand ihm am Munde,glaubt die weiße Schlange, der Miko habe ſie gefüttert, und Felle für ſie bezahlt, und ſie zur Blume gezogen für die Weißen, die giftigen Weißen, die er anſpeyt? Er ſpie mit Abſcheu aus.

Beym allmächtigen Gott, halt! Ihr ſeyd alle des Todes, wenn dem Kinde etwas zu leide geſchieht, rief der Squire, der einen Stuhl erfaßt, und ſich mit Ge⸗ walt den Weg zu ihr bahnen wollte, jedoch von den Cumanchees und Oconees zurückgeſtoßen wurde.

Deßwegen wollte alſo die weiße Schlange zu den Weißen, rief er.Weiß mein Sohn, daß die weiße Roſe ihren Vater verrathen, an die Weißen verrathen,